Sarkoidose

Bei der Sarkoidose (M. Boeck) handelt es sich um eine Systemerkrankung unklarer Ursache, die durch das Auftreten von entzündlichen Knoten (Granulomen) in Haut und Organen charakterisiert ist. In der rheumatologischen Praxis werden wir am häufigsten mit der akuten Sarkoidose, dem sogenannten Löfgren-Syndrom, konfrontiert. Das Löfgren-Syndrom ist gekennzeichnet durch das Aufschießen von schmerzhaften roten Bindegewebsknoten (Erythema nodosum), insbesondere an den Unterschenkeln, durch eine Entzündung der Sprunggelenke und durch eine bihiläre Lymphadenopathie (einer entzündlichen Anschwellung von Lymphknoten an den Lungenwurzeln).

Die Symptome der akuten Sarkoidose werden rasch durch Cortison gebessert. Allerdings zeigen Verlaufsstudien, dass Cortison zu einer Chronifizierung beitragen kann und die langfristige Prognose möglicherweise verschlechtert. Deshalb wird das Löfgren-Syndrom von vielen Rheumatologen nicht mit Cortison, sondern nur mit nichtsteroidalen Antirheumatika behandelt:

Führt die Cortisontherapie des Löfgren-Syndroms zu einer Chronifizierung der Sarkoidose ?

 

Sie haben wochenlangen Stress hinter sich und freuen sich auf den Urlaub ? Wenn sich Ihr Immunsystem im Urlaub zu schnell erholt, kann es sein, dass Sie lange auf Erholung warten müssen. Immunrekonstitutionssyndrome (IRS) sind wie die Sarkoidose überwiegend Th1-geprägt und können sich mit sehr unterschiedlicher Symptomatik präsentieren:

Der Fluch der Erholung: Immunrekonstitution und Sarkoidose

Acute sarcoidosis (Loefgren’s syndrome) and immune reconstitution

 

Überschiessende Th1-Immunreaktion und erhöhte Bildung von aktivem Vitamin D-Hormon: beide Laborphänomene lassen sich effektiv mit Cortison hemmen. Kann es sein, dass eine ungenügende Wirksamkeit des körpereigenen Cortisons (Cortisol) zur Pathogenese der Sarkoidose beiträgt ?

Stress, Cortison und Sarkoidose

 

 

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