Nebenniere

Anatomisch gliedert sich die Nebenniere in Nebennierenrinde und Nebennierenmark. Immunologisch interessant sind sowohl die Hormone, die in der Nebennierenrinde synthetisiert werden, Glukocortikoide, Mineralocortikoide, DHEA und Sexualsteroide, wie auch die Hormone des Nebennierenmarkes, Adrenalin und Noradrenalin.

Lebenswichtiger Vertreter der Glukocorticoide ist das Cortisol. Eine krankhafte Mehrproduktion (Cushing-Syndrom) führt ebenso zu einer Störung der immunologischen Balance wie ein Versagen der Cortisol-Synthese (Nebennierenrindeninsuffizienz, M. Addison u.a.). In der Rheumatologie wird Cortison bzw. seine synthetischen Abkömmlinge Prednisolon und Prednison eingesetzt, um eine überschiessende Aktivität des Immunsystems zu hemmen.

Bei hochentzündlichen rheumatischen Erkrankungen ist Cortison oft lebensrettend. Der dauerhafte Einsatz von niedrigen Cortisondosen ,z.B. bei der rheumatoiden Arthritis, muß von Fall zu Fall entschieden werden.

Aldosteron ist das wirksamste Mineralocorticoid des menschlichen Körpers. Das Hormon fördert die Kochsalzaufnahme in der Niere und erhöht auf diese Weise den Blutdruck. Die Synthese von Aldosteron wird reguliert durch das Renin-Angiotensin-System. Das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System moduliert in vielerlei Hinsicht das Immunsystem und besitzt daher rheumatologische Relevanz.

Immunologische Aspekte des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems

Dehydroepiandrosteronsulfat (DHEAS)

Iatrogene Nebennierenrindeninsuffizienz

 

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